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Nachgedacht

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“Jeder ist sich selbst der Nächste”

 … in Demut einer den anderen höher achtend als sich selbst; ein jeder nicht auf das Seine sehend, sondern ein jeder auch auf das der anderen. (Philipper 2,3-4)

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Sicher ist Ihnen oben genanntes Zitat bekannt. Vielleicht leben Sie sogar nach diesem Motto.
Eines Abends ging ich zur Busstation. Es war bereits dunkel. Von der anderen Seite kam ein älterer Mann, der auch die Busstation zum Ziel hatte. Er war mit einem Gehstock unterwegs. Als der Bus kam, war es für mich selbstverständlich, dass der Mann mit seiner Gehhilfe den Vortritt hatte. Aber da kam ich an den Richtigen! Als er meine Absicht erkannte, meinte er: »So weit kommt es noch, dass ich vor einer Frau einsteige!« Diesem Argument hatte ich nichts entgegenzusetzen.
Das ist so ein kleines Beispiel, das Sie und ich immer wieder im Alltag erleben können, wenn man bei der Arbeit, in der Freizeit oder in Ehe und Familie nicht das Eigeninteresse in den Vordergrund stellt.
Es gab in meinem Leben auch eine Zeit, in der ich vor allem meinen Vorteil suchte. Als ich dann durch die Bekehrung mein Leben Gott anvertraut habe, hat ER angefangen mich zu verändern. Auch habe ich in der Bibel, ganz speziell im Alten Testament, Begebenheiten gefunden, bei denen ich einen wichtigen Grundsatz Gottes entdecken durfte: Ich muss nicht meinen Egoismus durchsetzen. Wenn ich anderen Menschen den Vortritt lasse, entsteht mir dadurch kein Nachteil; denn Gott ist um mich besorgt. Und so komme ich immer wieder mit Menschen in Kontakt, denen ich diesen Grundsatz mit Wort und Tat bezeugen kann. Und wenn das nicht der Fall sein sollte, dann weiß ich: Mein himmlischer Vater freut sich darüber, weil ich diesen Grundsatz in meinem Alltagsleben bereits ein Stück weit gelernt habe. Von daher ist es ein entspanntes Leben, dass ich mich nicht vordrängen und auf meinen eigenen Vorteil bedacht sein muss!

Waltraud Baumann

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QUELLE: 

LEBEN IST MEHR – Freitag, 27. Oktober 2017  © Christliche Verlagsgesellschaft mbH

 

 

 

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